Neuseeland
Weltweit gesehen erzeugt Neuseeland nur eine winzige Menge Wein — sodass sich seine Weinmacher von Anfang dafür entschieden, sich stattdessen auf Qualität zu verlegen. Und sie hatten erstaunlichen Erfolg damit.
Innerhalb von relativ kurzer Zeit ist Neuseeland schlagartig bekannt geworden. Dank der Kombination von kühlem Klima und akribischer, perfektionistischer High-Tech-Weinerzeugung konnte sich als Erkennungszeichen ein eigener Stil herausbilden: ein unglaublich pfiffiger, konzentrierter, nach Spargel und Stachelbeere schmeckender Sauvignon Blanc.

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Weinberg Babich, Wakefield Downs, Awatere Tal
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Marlborough war Neuseelands erstes Sauvignon-Anbaugebiet, und die erste kommerzielle Kellerei wurde 1973 gegründet. Zum kultisch verehrten Cloudy Bay, das früher als das einzige "Erste Gewächs" der Kiwis betrachtet wurde, sind inzwischen dutzende von anderen grossartigen Weingütern hinzugekommen.
Marlborough produziert nach wie vor mehr Wein als andere Teile des Landes, doch Hawkes Bay und Nelson erweisen sich ebenfalls als erfolgreich.
Natürlich gibt es in Neuseeland nicht bloss Sauvignon Blanc. Der Perfektionswahn bei der Weinbereitung zahlt sich jetzt aus bei Riesling (Nelson und Marlborough), Chardonnay (Gisborne, Marlborough und Central Otago), Pinot Noir (überall, insbesondere in Martinborough und Central Otago) und Cabernet Sauvignon (Auckland und Hawkes Bay).
In allen Fällen charakteristisch ist die Kombination von typischer Neuer-Welt-Fruchtigkeit, Alter-Welt-Leichtigkeit und einer aufregend unbeschwerten, frischen Qualität, die ganz und gar eigenständig ist.


